Baugebiet Waldquartier Buer / Resse

Auf dem ca. 24,4 ha großen Plangebiet Waldquartier Buer/Resse soll ein hochwertiges Wohngebiet auf dem Gelände der ehemaligen Kinderklinik sowie auf angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen geschaffen werden.

Das Plangebiet im Stadtteil Resse befindet sich ca. 1 km östlich des Zentrums von Buer sowie etwa 1,5 km nordwestlich des Zentrums von Resse.

Baugebiet Waldquartier Buer/Resse in Gelsenkirchen Baugebiet Waldquartier Buer/Resse in Gelsenkirchen

Das Plangebiet wird wie folgt begrenzt:

  • im Norden durch die Westerholter Straße
  • im Osten durch den Wirtschaftsweg, der die Westerholter Straße mit der Ressestraße verbindet (östliche Grenzen der Flurstücke 16, 18, 25 sowie 40)
  • im Süden durch die Baumschule (südliche Grenzen der Flurstücke 25 und 56)

Die Einfamilienhausnachfrage bleibt im Ergebnis auf konstantem Niveau. Ab dem Jahr 2015 wird die Neubaunachfrage in der Wohnungsmarktregion Recklinghausen allein qualitätsbedingt sein. Die Studie konkretisiert die Zahlen für die Stadt Gelsenkirchen und ermittelt je nach Bevölkerungsprognose und -variante eine Neubaunachfrage für Ein- und Zweifamilienhäuser von 1.600 – 1.800 Wohneinheiten in den Jahren 2010 – 2020 und eine Nachfrage von 1.100 – 1.400 Wohneinheiten in den folgenden zehn Jahren von 2020 - 2030. [1]

Um angemessen auf Quantität und vor allem Qualität der Nachfrage nach Wohnraum reagieren zu können, ist frühzeitig zu Beginn des Verfahrens zur Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 412.1 eine Markt- und Standortanalyse in Auftrag gegeben worden.[2]

Die Untersuchung prüft u.a. die Frage möglicher Zielgruppen und Wohnkonzepte für den Standort. Die Untersuchung bildet eine zentrale Grundlage für die konkrete Projektkonzeption und stellt auf die Wettbewerbsfähigkeit und Marktgängigkeit einzelner Angebote ab. Im Umkreis von 5 km um das Plangebiet sind die vergleichbaren Alternativangebote im Ein- und Zweifamilienhaussegment (Neubau) überschaubar.

Der größte Teil der Nachfrage für das geplante Wohngebiet wird aus der Bevölkerung Gelsenkirchens angenommen. Weitere mögliche Nachfrager kommen aus den nördlich angrenzenden Gemeinden und Städten. Für diesen Nachfrageraum geht die Analyse davon aus, dass sich "im Zeitraum von 2011 bis 2020 ein Eigentümerpotenzial für insgesamt ca. 6.800 Wohneinheiten in entsprechend mittel- bis hochwertigen Segmenten, davon ca. 2.950 im Neubau" ergibt.[3]

Dieser Wohnungsbedarf gliedert sich in einen Bedarf an 1.330 Eigentumswohnungen sowie 1.620 Wohneinheiten im Einfamilienhausbau. Dieses Nachfragepotenzial belegt die Ergebnisse der Empirica-Studie aus dem Jahr 2010.

Der Standort der ehemaligen Kinderklinik profitiert von seiner Nähe zu den Stadtzentren Buer und Resse mit den wesentlichen sozialen und sonstigen Infrastruktureinrichtungen. Die Wohngebietsentwicklung kann mittel- bis langfristig zu einer tragfähigen Auslastung der jeweils dort vorhandenen Infrastruktureinrichtungen beitragen. Fußläufig ist der Stadtkern Buers hinsichtlich der Entfernung gut zu erreichen. Eine gewisse Barrierewirkung durch das Waldgebiet der Löchterheide in Richtung Buer ist gegeben. Baulich verbesserungsfähig stellt sich die bisherige fußläufige Anbindung über die Westerholter Straße in Richtung Buer dar. Ziel der Stadt Gelsenkirchen ist hier u.a. die Aufwertung des Fuß- und Radwegs. Über entsprechende Maßnahmen kann die Erreichbarkeit der umgebenden Stadtteile verbessert werden.

Dagegen profitiert der Standort von der landschaftlich reizvollen Umgebung sowie dem relativ belastungsarmen Umfeld. Die Stadt Gelsenkirchen zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Siedlungs- und Verkehrsflächen aus. Wohnen und Gewerbe haben sich siedlungshistorisch häufig in einer Gemengelage nebeneinander entwickelt. Relativ belastungsarme Standorte für eine zusammenhängende Wohngebietsentwicklung sind daher selten.

  • [1] Empirica Forschung und Beratung. Entwicklung der quantitativen und qualitativen Neubaunachfrage auf den Wohnungsmärkten in NRW bis 2030. Auftraggeber: Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW. Bonn. Dezember 2010, Seite 68
  • [2] InWis Forschung und Beratung GmbH: Markt- und Standortanalyse "Westerholter Straße/Kinderklinik“ in Gelsenkirchen. Bochum. Januar 2012
  • [3] InWis Forschung und Beratung GmbH: Markt- und Standortanalyse "Westerholter Straße/Kinderklinik“ in Gelsenkirchen. Bochum. Januar 2012, Seite 48 bis 50

Quellennachweis: Bebauungsplan Nr. 412.1 der Stadt Gelsenkirchen "Waldquartier Buer/Resse" - Begründung mit Umweltbericht, Teil A

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Dipl.-Ing. Architekt Carsten Krafft
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